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Erfahrungsberichte

Janna Sonnenschein, Referendarin in Nebentätigkeit 

Über Großkanzleien gibt es viele Gerüchte. Gerade im Studium wird man vor der Anonymität, den außergewöhnlichen Arbeitszeiten und dem Umgang miteinander gewarnt. Shearman & Sterling LLP ist das beste Gegenbeispiel.
 
Nach meinem ersten Staatsexamen wusste ich: direkt ins Referendariat werde ich nicht gehen. Ich nahm mir vor, zunächst die anwaltliche Praxis kennenzulernen, bevor ich meine Ausbildung beende. Daher wagte ich den Schritt und bewarb mich bei verschiedenen Großkanzleien. In meinem Bewerbungsgespräch bei Shearman & Sterling LLP in Frankfurt sprach ich mit drei Associates und zwei Partnern und mir war sofort klar, dass diese Kanzlei nicht den üblichen Vorurteilen entspricht.
 
Alle waren sehr freundlich, zuvorkommend und witzig. Der Umgang miteinander war familiär und eine Hierarchie war im Gespräch kaum erkennbar. Ich fühlte mich willkommen und wurde in das Gespräch miteinbezogen, anstatt ausgefragt zu werden. Ich bewarb mich zunächst für den Bereich M&A, wurde jedoch im Bewerbungsgespräch vom Finance-Team angeregt, dies noch einmal zu überdenken. Das war mein großes Glück, denn im Finance-Team arbeitete ich sodann fünf Monate lang in Vollzeit mit großer Begeisterung als wissenschaftliche Mitarbeiterin.
 
Der erste Eindruck während des Bewerbungsgespräches täuschte nicht. Shearman & Sterling ist eben keine ganz normale Großkanzlei. Mit den Headquarters in New York und 25 Büros weltweit ist die Internationalität der Kanzlei unbestreitbar. Frankfurt ist einer der kleineren Standorte der Sozietät – zum großen Vorteil für die wissenschaftlichen Mitarbeiter*Innen und Referendar*Innen.  Man arbeitet unmittelbar mit den Anwält*innen und Partner*innen ganz nah am Mandatsgeschäft mit und ist stets langfristig in die einzelnen Projekte involviert.
 
Die Aufgabenspanne war groß. Ich durfte die Finance-Dokumente nicht nur entwerfen, sondern auch an Mandanten verschicken und ihre Fragen beantworten. „Learning on the job“ war dabei das oberste Gebot und dementsprechend viel Verantwortung wurde mir übertragen. Trotzdem fühlte ich mich nie allein gelassen. Ich wurde nicht nur von meiner Mentorin, sondern auch von den anderen Anwält*innen und Partner*innen hervorragend betreut. Fragen waren mehr als willkommen und nach jeder erledigten Aufgabe gab es Feedback. Dies wird man so schnell in keiner anderen Kanzlei finden.
 
Shearman & Sterling legt viel Wert darauf, dass man sich bei gemeinsamen Aktivitäten kennenlernt. Zu diesen Events erschien jeder, von dem First Year Associate bis hin zur Partnerin. Jeder kennt sich beim Namen, man duzt sich, isst zusammen zu Mittag oder hält mal ein Schwätzchen auf dem Gang.
 
Zu dem sehr angenehmen Umgang miteinander und den anspruchsvollen und spannenden Aufgaben, wird man auch schon als wissenschaftliche Mitarbeiterin voll in das Referendariats-Programm miteinbezogen: Man kann an dem Englischkurs und den Repetitor-Stunden vor Ort teilnehmen, bekommt Skripte und Einblicke in andere Rechtsgebiete. Falls dies einmal mit der Arbeit kollidieren sollte, wird die Weiterbildung immer priorisiert. Das stand auch bei den Partner*innen nie zur Debatte.
 
Durch die positive Erfahrung während der wissenschaftlichen Mitarbeit habe ich mich ohne Zögern dazu entschlossen, die tollen Kolleg*innen und die angenehme Arbeitssituation mit viel Lernpotential nicht zu verlassen. Ich freue mich sehr, dass ich die Chance erhalten habe, auch während des Referendariats wöchentlich weiterhin zu Shearman & Sterling kommen zu dürfen.
 


Vera Meuser, Referendarin in Nebentätigkeit

Seit über einem Jahr arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Shearman & Sterling LLP und kann diese Tätigkeit jedem angehenden Volljuristen nur empfehlen.

Der erste Kontakt mit der Kanzlei kam über den Fakultätskarrieretag, der jährlich an verschiedenen Universitäten angeboten wird und der nur wenige Wochen nach meiner mündlichen Examensprüfung stattfand. Vorab konnte ich mich in einem Online-Portal registrieren und dort unter anderem Lebenslauf und Examensnoten einstellen. Sinn und Zweck war es, die Aussteller auf sich aufmerksam zu machen und schon vorab eine Einladung verschiedenen Messestände zu erhalten. So erhielt ich auch eine Einladung von Sherman & Sterling. Dort hatte es in dem Gespräch mit einem Referendar und einer Anwältin, die auch später meine Mentorin werden sollte, sofort gefunkt. Mit ihrer Offenheit und der Begeisterung für ihre Tätigkeit und das Kanzleigeschehen haben sich die Beiden für mich von allen anderen Ausstellern abgehoben. Das Gespräch verlief so gut, dass wir uns sofort am nächsten Tag zum Mittagessen in Frankfurt verabredeten. Womit ich nicht gerechnet habe, war, dass an diesem Tag sofort ein offizielles Bewerbungsgespräch mit weiteren Associates, einem Partner und der Personalabteilung der Kanzlei stattfinden würde. Noch am gleichen Abend erhielt ich die Mitteilung, dass die Kanzlei mich gerne einstellen würde. Schon eine Woche später konnte ich dort anfangen.

Seither bin ich der Praxisgruppe M&A/Corporate zugeordnet und unterstütze Associates und Partner bei der Beantwortung vielfältiger und anspruchsvoller Fragestellungen zu unterschiedlichen Rechtsgebieten, vornehmlich mit unternehmensrechtlichem Bezug. Von Anfang an wurde ich in die Mandatsarbeit miteinbezogen und habe neben Rechtsprechungsauswertung und Literaturrecherchen auch an der Durchführung  einer Due Dilligence mitgearbeitet, sowie eigene Schriftstücke und Verträge entwerfen dürfen.

Die Mentoren sind stets darauf bedacht, die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Referendare in die Mandatsarbeit einzubeziehen und einen fallbezogenen Kontext für die jeweiligen Arbeitsaufträge zu schaffen. Es ist immer möglich, den Anwälten über die Schulter zu schauen, an Calls teilzunehmen und Fragen zu stellen. Ich schätze sehr, wie darauf geachtet wird, einen umfassenden Einblick in den Anwaltsberuf und die Tätigkeit in einer internationalen Wirtschaftskanzlei zu gewährleisten. Auch die Unterstützung der administrativen Mitarbeiter ist mir stets gewiss und hat meinen Eindruck bestärkt, dass dort viel Wert daraufgelegt wird, ein optimales Arbeitsumfeld für den juristischen Nachwuchs zu schaffen.

Das warme kollegiale Miteinander hat mich wirklich positiv überrascht. Die Türen stehen immer offen, man begegnet sich stets freundschaftlich und respektvoll, unabhängig von Stellung und Seniorität. Auch nach der Arbeit sind die Kanzlei und das Team interessiert, diese Verbundenheit zu stärken. So gehören der gemeinsame Feierabend, der mittwöchliche Drop-in Lunch, die Weihnachtsfeier oder zu Pandemiezeiten regelmäßige Videocalls fest zum alltäglichen Kanzleigeschehen.

Alles in allem ist die Tätigkeit bei Shearman & Sterling eine wahre Bereicherung für mich, sowohl in fachlicher als auch persönlicher Hinsicht. Ich freue mich, einen so guten Start in das Berufsleben gehabt zu haben und bin gespannt, welche Aufgaben und Erfahrungen noch in Zukunft auf mich warten.